Artikel zu Stanzen
StanzenStanzen bedeutet, Formstücke aus dünnem Werkstoff (Blech, Metall, Pappe, Textilien) auf der Presse mit besonderem Schnittwerkzeug herausschneiden.
Eines der benötigten Schneidwerkzeuge lässt sich mit einem Locher vergleichen. Von oben kommt ein Stempel und das Unterteil hat eine entsprechende Öffnung, in die der Stempel dann hineingeführt wird.
Ein anderes Werkzeug zum Stanzen hat eine ebene Unterfläche und das Stanzmesser hat eine entsprechend geformte geschlossene Fläche. Dieses Werkzeug benötigt man zum Beispiel für die Herstellung von Bierdeckeln.
Ein besonderes Fertigungsverfahren des Stanzens ist das Nibbeln. Hierbei werden Blech Stücke aus Blechtafeln ausgeschnitten. Es können auf Grund von weit entwickelten Geräten komplexe Formen angefertigt werden. Ein besonderer Vorteil dieser Stanztechnik ist, dass viele Arbeitsschritte an nur einer einzigen Maschine ausgeführt werden kann. Es können problemlos Blechstücke mit Durchlüftungskiemen ausgestattet werden und moderne Maschinen erstellen sogar Gewinde.
Ein großer Nachteil beim Stanzverfahren durch nibbeln ist in heutiger Zeit, das keine beliebigen Konturen angefertigt werden können, so wie es beim Laserschneiden möglich ist. Das Lasern ermöglicht ein schnelles und präzises Trennen von mehrschichtigen Metallblechen und dreidimensionalen Körpern.
Um bei der heutigen wirtschaftlichen Situation noch mithalten zu können bieten einige Hersteller schon kombinierte Stanzmaschinen an, die Werkstoffe sowohl nibbeln als auch lasern. Diese Maschinen ermöglichen sowohl Umformungen mit Hilfe des Stanzkopfes, wie auch das Auslasern von Konturen.
Eine weitere Stanzmaschine der Zukunft ist die, die einen Nibbler mit einer Tafelschere kombiniert. Eine Tafelschere schneidet motorisch Bleche aus Metall mit langen geraden Schnitten bis zu einer Länge von fünfzehn Metern.
Auch in der Bekleidungsindustrie werden z.B. bei Schuhen Stanzmaschinen benötigt, die die Werkstoffe vernieten.




