Artikel zu Stähle
Stahl Den Werkstoff Stahl gibt es heute in fast allen Lebensbereichen. Schon lange arbeiten Menschen mit diesem Werkstoff und haben daher auch viel praktische Erfahrung damit. Die hervorragenden Eigenschaften von Stahl sind zum Beispiel die lange Lebensdauer durch die Festigkeit, das Korrosionsverhalten, die Verformbarkeit und die Schweißeignung. Im Register, in dem europäische Stähle aufgelistet sind, gibt es zweitausend Stahlsorten. Über Jahre hinweg waren Stahl und Kohle die Hauptsäulen der Schwerindustrie; sie waren die maßgebliche politische Macht eines Staates. Die so genannte Verhüttung von Eisen kennt man bereits seit dem zweiten Jahrtausend v. Chr. (damals Hethiter-Reich). Einfacher Stahl wurde dann auf den Anfang des ersten Jahrtausends v. Chr. datiert. Die Entwicklung des Holzkohlehochofens (12. Jahrhundert n. Chr.) ermöglichte das Schmelzen von Eisenerzen. Durch den Kohlenstoffgehalt konnte dieses Eisen jedoch nicht geschmiedet werden. Es musste zuerst gereinigt werden. Dies geschah, indem der Kohlenstoff und sonstige Begleitelemente "heraus gebrannt" wurden. Guss-Stahl ist seit dem Jahr 1740 bekannt. Damals stellte es Benjamin Huntsman aus England im so genannten Tiegelstahlverfahren her. In Deutschland wurde eine solche Gussstahlfabrik erstmals von Alfred Krupp im Jahr 1811 gegründet. Der Standort war in Essen. Der sprunghafte Anstieg der Stahl-Produktion vor ca. 150 Jahren begründet sich durch die damalige gleichzeitige Anwendung von mehreren technischen Erfindungen. Die Eisenindustrie bediente sich in dieser Zeit der Dampfmaschine als leistungsstarke, flexible Arbeitskraft. Der für die Stahlerzeugung benötigte Koks wurde durch den Steinkohlebergbau erzeugt. Es entwickelten sich die Dampfschifffahrt und das Eisenbahnwesen. Damit wurden große Absatzmärkte für Stahl geschaffen. Heutzutage greifen fast alle Firmen beim Bau von Hallen oder Gebäuden auf Stahl zurück, da die lange Lebensdauer ein großer Vorteil dieses Werkstoffs ist. Für Bauwerke wird auch Stahlbeton genutzt. Dies ist eine sehr stabile Verbindung aus Stahl und Beton.Stahl Stahl ist eine Legierung aus Eisen und Kohlenstoff. Der Kohlenstoffanteil liegt bei Stahl zwischen 0,01 und 2,06 Prozent. In Europa sind über 2300 Stahlsorten bekannt, die von Unternehmen zur Weiterverarbeitung genutzt werden können. Stahlprofile sind aus Stahl geformte Bauteile. Dazu zählen beispielsweise Stahlträger. Stahlprofile sind hierbei das Bauteil und der Querschnitt des Bauteils. Federstahl ist ein Stahl, welcher eine höhere Festigkeit aufweist. Außerdem besitzt er die Eigenschaft besonders elastisch und flexibel zu sein. Federstahl wird benutzt um wie der Name es vermuten lässt, Federn für zum Beispiel Kraftfahrzeuge aber auch Wäscheklammern herzustellen. Baustahl wird für den Maschinen- und Stahlbau verwendet. Diese Stahlsorte ist kostengünstiger als andere Produkte und wird daher eingesetzt wenn größere Mengen benötigt werden. Automatenstahl ist besonders für maschinelle, spanende Prozesse wie Bohren und Drehen gefertigt worden. Betonstahl oder Stahlbeton besteht aus Beton und Bewehrungsstahl. Sie werden mit Zement verklebt und ergeben so Stahlbeton. Stahlwolle besteht aus einzelnen Stahlfasern, die gekräuselt wurden und zum polieren, schleifen und reinigen eingesetzt werden. Stahlwolle wird in Haushalten zur Reinigung hartnäckiger Flecken und in der Industrie zum Polieren von beispielsweise Glasscheiben verwendet. Stahlbleche sind tafelförmig und werden verwendet um Produkte herzustellen, für die der Stahl geformt oder gebogen werden muss. Es gibt mehrere Arten von Stahlblechen. Diese sind meist nach ihrer Stärke unterteilt. So gibt es zum Beispiel Feinblech mit einer Stärke von bis zu 3 Millimeter und Grobblech mit einer Stärke von über 3 Millimeter.




