07.10.2009 –
Kabel
Ein
Kabel dient dazu, den elektrischen Strom ohne große Energieverluste und möglichst geschützt von einem Ort zum anderen zu transportieren. Dieser Verbund von isolierten Drähten, Fasern, Adern und Litzenleitungen wird durch einen Kabelmantel zusätzlich geschützt und gewährleistet die Energie- und Datenübertragung in optimaler Weise. Für die Übertragung von Licht oder Laserstrahlung im Nachrichtenwesen oder im Bereich der Materialbearbeitung werden Glasfaserkabel verwendet. Zu den primären Unterscheidungsmerkmalen bei Kabeln zählen die Leiteranzahl, das
Adermaterial, das Isolationsmaterial der Adern, das Ummantelungsmaterial, die Art der Verlegung und Beanspruchung und ob es sich um Energie-, Hochfrequenz-, Signal- oder Steuerkabel handelt. Von folgenden Kriterien hängt es ab, welche Stromstärke für ein Kabel zulässig ist:
- Die Temperaturbeständigkeit der Isolierung spielt eine wichtige Rolle für die zulässige Stromstärke.
- Der Querschnitt der Leiter wird bei der Bestimmung der Stromstärke betrachtet.
- Die Anzahl der Leiter wirken sich auch auf die Zulässigkeit der Stromstärke aus.
- Die Verlegeart und die Umgebungstemperatur der Kabel müssen berücksichtigt werden.
- Es ist außerdem zu beachten, ob eine Häufung von Leitungen der Fall ist.
- Natürlich ist die Stromstärke auch abhängig von der jeweiligen Betriebsspannung.
Neben PVC werden heutzutage auch Kunststoffe (Polyethylen, Polyurethan) als Material der Ummantelung verwendet. In modernen Architekturen kommen immer häufiger flammwidrige Kabel und Leitungen ohne Halogen zum Einsatz. Kabel, die flexibel sein sollen und einer hohen Belastung unterliegen, werden häufig mit Gummi ummantelt. EDV-, Steuerungs- und Audiokabel erhalten oftmals noch eine zusätzliche Schirmung aus Metallfolie oder ähnlichem Material zur Verbesserung ihrer elektromagnetischen Verträglichkeit. Erd- und Seekabel müssen folglich noch besser geschützt werden, so dass ihre mechanische Stabilität erhalten bleibt.
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