Artikel zu Hölzer
Holz Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der aus den harten Teilen eines Baumes gewonnen wird. Gehölze gehören zu den ältesten Nutzpflanzen. Hölzer finden Anwendung im Bauwesen, in der Möbelherstellung und als Heizstoff. Holzarten unterscheiden sich in ihrem Aufbau und ihrer Struktur. Zur Nutzung kommt Holz von Laub- und Nadelbäumen. Während Nadelbaumholz eher eine glatte Maserung besitzt, ist die von Laubbäumen von kleinen Rillen geprägt. In Deutschland ist Buchenholz das wichtigste Laubholz, es wird wegen seiner harten und widerstandsfähigen Oberfläche geschätzt. Bei den Nadelhölzern überwiegt die Verarbeitung von Lärchenholz, es wird neben dem Möbelbau vor allem als Bauholz eingesetzt. Im Bauwesen wird Bauholz für Dachkonstruktionen, Hausteile, Parkett, Fenster, Türen und Fachwerkbauten verwendet. Es lässt sich leicht verarbeiten, ist beständig und tragfähig. Für das Rundholz werden Baumstämme entrindet und bearbeitet, einsetzbar sind diese für Pfähle, Pfosten und Stützen. Das viel verwendete Schnittholz wird durch Sägen parallel zur Stammachse hergestellt und hat stets einen rechteckigen Querschnitt. Massivholz ist teuer und edel, es wird vor allem für die Möbelherstellung genutzt. Aber auch im Innenausbau findet Massivholz einen Platz, schmückende Nutzbalken oder stabile Türen sind nur zwei Beispiele. Eine günstigere Variante ist das Sperrholz. Es besteht aus mindestens drei verleimten Holzlagen aus Massivholztafeln, Furnieren oder anderen Holzwerkstoffen. Ausser im Möbelbau wird Sperrholz auch für Innen- und Außenwände, Decken-, Dach- und Fußbodenausbau, Türen und Treppen verwendet. Als Brennholz wird Holz bezeichnet, das nur als Brennstoff zur Wärme- oder Stromerzeugung gewonnen wird. Hierzu gehören auch die Pellets, verdichtete Holzelemente in Kugel- oder Zylinderform.Hölzer
Hölzer sind die festen und harte Gewebe von Bäumen und Sträuchern, also Stamm, Äste und Zweige. Hölzer kann man unterteilen in Nadelholz, Laubholz und Tropenholz. Nadelhölzer sind älter als Laubhölzer und aus diesem Grund ist deren Zellaufbau auch einfach. Hier gibt es nur zwei Zellarten. Die Tracheiden sind langgestreckte Zellen, die mit Luft oder Wasser gefüllt sind. Tüpfel sorgen für den Wasseraustausch in den Zellen. Quertracheiden in den Holzstrahlen sorgen für den Nährstofftransport in radialer Richtung. Parenchymzellen sorgen für die Leitung von Nähr- und Wuchsstoffen und für die Speicherung von Stärken und Fetten. Harzkanäle produzieren das Harz. Fichten, Lärchen, Kiefern und Douglasien verfügen über solche Harzkanäle. Eiben, Tannen und Wacholder im Normalfall nicht. Bei Verletzungen allerdings entstehen traumatische Harzkanäle trotzdem. Laubhölzer und deren Gewebe sind differenzierter und in drei Gruppen eingeteilt. Das Leitgewebe, das Festigungsgewebe sowie das Speichergewebe. Laubhölzer verfügen im Gegensatz zu Nadelhölzern über Gefäße. Je nach Anordnung der Tracheen unterscheidet man zwischen ringporigen Hölzern, also Eiche, Edelkastanie, Esche, Robinie und Ulme beispielsweise, halbringporige Hölzer wie Nussbaum und Kirsche sowie zerstreutporige Hölzer wie Birke, Erle, Linde, Pappel, Rotbuche und Weide. Die Jahrringmuster und die Poren- und Parenchymsträngeanordnung sorgen für die Maserung des Holzes. Tropenhölzer stammen aus den Tropen. Die Nutzung dieser Hölzer wird schon seit den 70er Jahren als sehr kritisch angesehen, da der Bestand der tropischen Regenwälder gefährdet ist. Allerdings ist das Tropenholz ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor in den Ländern, aus denen sie kommen. Indonesien und West Papua weisen eine besonders hohe Entwaldungsrate auf. Zu den Tropenhölzern zählen zum Beispiel Meranti, Mahagoni, Teak, Balsaholz, Palisander, Bangkirai, Bongossi, Abachi, Framiré, Merbau, Ovangkol, Ramin, Afzelia und Wengé.




