Artikel zu Filter
Filter In der Technik arbeiten Filter wie ein Sieb und trennen Feststoffe von Flüssigkeiten oder aus Gasen. Es gibt drei unterschiedliche Filtrationsarten. Bei der Kuchenfiltration wächst auf dem Filtermedium ein Filterkuchen an. Bei der Tiefenfiltration in Tiefen- oder Speicherfiltern geht es um die Isolierung des fluiden Mediums, das als Wertstoff betrachtet wird. Bei der Querstromfiltration liegt ein Filtermedium quer zu einer Strömung, wodurch die Bildung eines Filterkuchens vermieden wird. Die Filterwirkung entsteht durch physikalische Vorgänge. Bei den membranbeschichteten Oberflächenfiltern sind die Feststoffpartikel größer als die Filterporen und dringen deshalb nicht durch das Filtermedium. Andere Filter nutzen die Trägheit der Partikel aus, die in Stokes-Zahlen bemessen wird. Filter in der Diffusionsabscheidung werden mit der Peclet-Zahl bemessen und sind bei sehr kleinen Partikeln im Einsatz. Andere Filter arbeiten mit Temperatur-Diffusion. Bei Gasen kommen Filter zum Einsatz, die Partikel elektrostatisch herausfiltern können. Sie sind aus elektrisch polarisiertem Vlies mit so genannten Elektret-Fasern. Als Medien für Filter dienen unterschiedliche Stoffe. Faserorientierte Vliese, Filze, Spinnvliese, Schüttungen, poröse Feststoffe wie Sintermetalle, Papier und Gewebe. Die verwendeten Stoffe Metall, Kunstfasern und keramische Stoffe und Glasfasern sind zusätzlich chemisch oder physikalisch behandelt. So sind zum Beispiel Membranen oberflächenbehandelt. Die Eigenschaften der Filter stehen für ihre Effizienz und Qualität. Einen Filter mit 100 % Wirkungsgrad ist in der Lage, sämtliches Trenngut zu filtern. Die Reinigungsfähigkeit eines Filters bedeutet, wie oft ein Filter zum Einsatz kommen kann. So gibt es Filter, die nur zur einmaligen Verwendung hergestellt sind.Filter Filter werden in verschiedenen Bereichen des Alltags eingesetzt, um Elemente von verschiedenster Größe und Form voneinander zu trennen. Zu finden sind sie in Laboren und Klimaanlagen, aber auch in der häuslichen Kaffeemaschine. Und alle funktionieren mehr oder weniger nach demselben Prinzip, doch unterscheiden sich stark in der jeweiligen Ausführung. Eine sehr bekannte Filteranlage stellt der weitverbreitete Wasserfilter dar. Mit ihm stellt man sicher, dass keine ungewollten Schmutzpartikel im eigenen Trinkwasser enthalten sind. Der Innenraumfilter hingegen findet seine Daseinsberechtigung im Reinigen der Raumluft, damit sich weder Staub noch Keime in der Lunge festsetzten. Allerdings ist er auch unverzichtbar in Räumen mit sensibler Elektronik. Weit verbreitet ist auch der Partikelfilter, denn man findet ihn in modernen Automobilen. Er filtert die von Dieselmotoren produzierten Abgase und verringert damit den Austritt von Rußpartikeln. Ein sehr spezieller Filter ist der Polarisationsfilter, der auch unter dem Namen Polfilter bekannt ist. Besonders in der Fotografie ist er sehr beliebt, denn er filtert Anteile von Lichtwellen, um Farben satter strahlen zu lassen. Der Graufilter funktioniert auf eine ähnliche Art und Weise. Durch ihn wird einfallendes Licht abgedunkelt, um die Belichtungszeit zu regulieren. Farben bleiben dabei unbeeinflusst. In der Messtechnik wird sehr oft der Tiefpassfilter eingesetzt. Dieser filtert den elektrischen Strom, genauer gesagt filtert er sinusförmige Wechselspannungen. Dabei lässt er nur die Spanungsanteile mit tiefer Frequenz durch und blockiert alle Anteile, in denen die Amplitude eine hohe Frequenz aufweist.




