Artikel zu Füllstoffe
Füllstoff Unter Füllstoff werden Zusatzstoffe verstanden, die einem Gemisch verschiedener Stoffe beigemischt werden um, beispielsweise eine Volumenvergrößerung zu erreichen, aber keinen bedeutenden Einfluss auf die Zusammensetzung des Gemisches zu nehmen. In der Lebensmittelindustrie gibt es zahlreiche solcher Füllstoffe, hier werden sie Lebensmittelzusatzstoffe genannt. Füllstoffe werden in Light-Produkten eingesetzt, die den Brennwert reduzieren. Beim Kaugummi vergrößert der Füllstoff das Volumen. Andere Füllstoffe wirken wie zugesetzte Ballaststoffe. Füllstoffe in Lebensmitteln sind mit Nummern gekennzeichnet. Zum Beispiel ist E 422 Glycerin, E 460 Zellulose, E 461 Methylcellulose, E 463 Hydroxypropylzellulose, E 464 Hydroxypropylmethylcellulose, E 465 Ethylmethylcellulose, E 466 Carboxymethylcellulose und E 1200 Polydextrose. Im Medikamentenbereich sind zahlreiche Füllstoffe im Einsatz wie zum Beispiel Rohrzucker, Laktose, Glukose, Stärke, Calciumsulfat. Im Bereich der Kunststoffverarbeitung geschieht das Zusetzen von Füllstoffen mittels Compoundierungsverfahren, mit denen verschiedene Eigenschaften wie die thermische Leitfähigkeit, die Stabilität, die Elastizität der Kunststoffe optimiert werden sollen. Werden mehr als 5 Prozent Volumenanteil überschritten, werden Füllstoffe wie Ruß und Kieselsäureals Additive benannt. Auch beim Waschpulver sind Füllstoffe, zum Teil in großen Mengen, zugesetzt, wie zum Beispiel das Natriumsulfat, das in Vollwaschmitteln bis zu 50 Prozent vorhanden ist. Im Bereich der Baustoffe werden sie Zuschlagstoffe genannt und zählen zu den Additiven. Kreide und Talkum bei Farben, Gesteinsmehle, Marmormehl, Titanoxide in Putzen, Stuck und Spachtelmassen. Tierhaar, Asbest, Holzwolle und Pflanzenteile wurden in vergangenen Jahrhunderten zugesetzt, heute werden Glas- und Kohlenstofffasern, Mineralwolle, Blähbeton und Schaumstoffe eingesetzt.




