Artikel zu Aufzüge
Aufzüge Warenlifte, mit denen Speisen und Geschirr zwischen Speisesaal und Küche transportiert wurden, waren die ersten Aufzüge. 1853 erfand Elisha Graves Otis den ersten absturzsicheren Aufzug, dessen Sicherheit er mit einem Selbstversuch vor Publikum demonstrierte. Nach 1870 kamen nach der Pariser Weltausstellung auch in Europa Aufzüge zum Einsatz. Werner von Siemens entwickelte den ersten elektrischen Aufzug und präsentierte ihn in Mannheim im Jahr 1880.Mittels einer Trommel wurden ab dem 19. Jahrhundert die Tragseile, an denen die Kabine hängt, aufgewickelt. Betrieben wurden diese Aufzugsanlagen mit einer Dampfmaschine. Durch die Trommel war die Seillänge allerdings begrenzt und es konnten nur geringe Förderhöhen erreicht werden. Daraus entstand der Treibscheibenaufzug, der mit mehreren Seilen auch sicherer war und sich für Hochhäuser eignete. Die Tragseile werden dabei über eine angetriebene Rolle geführt, die so genannte Treibscheibe, und werden durch die Reibung an der Treibscheibe bewegt und gehalten. Der Erfinder war Carl Friedrich Koepe, der sich mit Förderanlagen im Bergbau beschäftigte.
Hydraulische Aufzüge, die nur kleinere Förderhöhen erreichen, bewegen sich mittels Hydraulikkolben.
Der Antrieb beim Zahnstangenaufzug geschieht durch einen kleinen Motor. Die Kabine ist mit einem eigenen Antrieb ausgerüstet. Bau- und Kranführeraufzüge, Rettungs- und Wartungsaufzüge sind auf diese Weise betrieben. Auch für Sendemasten und entsprechende Bauten werden sie verwendet.
Die Sicherheit moderner Aufzüge ist durch die in der Aufzugsordnung geforderten Sicherheitsprüfungen, die alle 12 Monate stattfinden muss, gewährleistet.
Moderne Aufzugsmodelle sind Mehrkabinenaufzüge nach dem Twin-System, Doppelstockaufzüge wie im Burj Dubai, Treppenlifte, Vakuumaufzüge und seillose Aufzüge mit Magnetfelderbetrieb.
Aufzüge Ein Aufzug wird auch als Lift bzw. Fahrstuhl bezeichnet. Eine solche Anlage dient dazu, Personen oder Lasten zwischen verschiedenen Ebenen zu transportieren. In der Fördertechnik zählen Aufzüge zu den unstetigen Förderanlagen. Eine Förderanlage wird als Aufzug bezeichnet, wenn die Förderhöhe mindestens 1,80 m beträgt, feste Zugangsstellen vorhanden sind und die Aufzugskabine teilweise geführt wird. Ein Personenaufzug ist die am häufigsten verwendete Aufzugsart. Diese dienen hauptsächlich der Beförderung von Personen. In Hochhäusern sind diese Aufzüge mittlerweile unentbehrlich. Lastenaufzüge dienen hingegen der Beförderung von Lasten bzw. Gütern. Lastenaufzüge dürfen nur vom Betreiber und dessen Angestellten benutzt werden. Heute muss ein neuer Lastenaufzug der DIN EN 81 entsprechen. Aufgrund zahlreicher Unfälle müssen solche Aufzüge Kabinenabschlusstüren besitzen. Bauaufzüge werden an hohen Gebäuden während der Bauphase für den Lasten- und Personentransport montiert. Diese Aufzüge werden meistens an Gittermasten montiert und funktionieren nach dem Zahnstangen-Ritzel-Prinzip. Solche Aufzugskabinen werden meistens von Elektromotoren über die Ritzel angetrieben. Ein Bauaufzug wird unter anderem beim Möbel- und Materialtransport angewendet. In bestimmten Bauwerken befinden sich Schrägaufzüge, deren Kabinen eine geneigte Wegstrecke zurücklegen müssen. Ein bekannter Schrägaufzug ist der des Eiffelturms. Ein Schrägaufzug wird durch Seile oder Ketten gezogen und befindet sich zwischen Führungsschienen. Eine solche Anlage dient dem Transport von Personen, Lasten oder Personen und Lasten. Der Transportwinkel liegt hierbei zwischen 15 und 75 Grad. Der Treppenlift ist eine weitere Sonderform des Personenschrägaufzugs. Durch Treppenlifts werden Stiegen überwunden. Diese dienen der Rollstuhlbeförderung oder auch als Sitz- und Stehlifte für Personen, die eine Treppe schwer steigen können.




